Feldmesse

Aus einer Ruine wurde wieder ein Kleinod

„Dorfmüllerkapelle“ in Sinning nach Sanierung feierlich eingeweiht Von Henner Kress

Mit einem Festgottesdienst feierlich eingeweiht wurde am Sonntag die frisch sanierte „Dorfmüllerkapelle“ in Sinning.
Foto: Henner Kress

Es kann sich sehen lassen, was am Rande von Sinning entstanden ist. Dabei wäre auferstanden richtiger, denn immerhin steht die kleine Kapelle schon seit über 150 Jahren am Rande des Schafflerackers im Norden des Ortses. Der damalige Dorfmüller Johann Würmsehr hatte das Kirchlein 1861 errichtet. Seitdem trägt es den Namen „Dorfmüllerkapelle“ und ist eine der ältesten Kapellen in der Oberhausener Gemeindeflur.

 

Seit letztem Sommer haben fleißige ehrenamtliche Helfer das kleine Gotteshaus restauriert. Am Sonntag war nun offizielle Einweihung und Segnung durch den Ortspfarrer Serge Senzedi. Obwohl noch Morgennebel über Wälder und Fluren waberte, hatten weit über einhundert Gläubige den Weg zur Kapelle gefunden.

„Man muss heutzutage auch Orte haben, wo man mit seinem Glauben mal allein sein kann. Dieser Ort gehört nun für jeden wieder dazu“, betonte der Pfarrer in seiner Predigt. Vor der festlich geschmückten Kapelle feierten die Gläubigen mit dem Kirchenchor und der Blaskapelle Sinning den Festgottesdienst.

Der heutige Besitzer der „Dorfmüllerkapelle“ und Eigentümer des Sinninger Schlosses, Nikolaus Drossbach, bedankte sich ausdrücklich bei allen Unterstützern und Helfern. Man traf sich dann zu einem gemeinsamen Mittagessen im Schloss.

Fantastische Fernsicht an schönen Tagen

Für Besucher ist es nicht ganz einfach, das neue Schmuckstück der Gemeinde zu finden. Im Ort muss man der Straße zum Kindergarten folgen und dann dem Kapellenweg bis hinter das Ortsschild folgen, dann findet man das Kirchlein, und wer an schönen Tagen dorthin kommt, hat einen fantastischen Blick ins Donaumoos und vielleicht sogar bis zu den Alpen.

 

Aus der Augsburger Allgemeine:

09. September 2014 00:32 Uhr